Sonntag, 10. Mai 2015

Etwas mehr zur Schreiberei

Bezüglich Schreiben hat sich tatsächlich viel getan. In Kindle habe ich meine „alten Schinken“ veröffentlicht.

Da läuft was aus“, die Kurzgeschichten-Sammlung seit den 70er Jahren,
Oktan“ aus den 80er Jahren, war noch auf einer mechanischen Schreibmaschine getippt,
Das Licht“ aus den 90er Jahren,
Glückwunsch zum Geburtstag, Zombie“ aus dem neuen Jahrtausend.

Dazu kam etwas „seriöses“: Ich gestaltete aus dem Text des Plakats zur Römischen Geschichte ein eBook. Das Besondere daran ist die Möglichkeit, vom Register aus sofort zu dem entsprechenden Herrscher oder Ereignis zu klicken, und man erhält dort eine Mini-Information dazu. Dieses eBook wurde der Renner, er stand monatelang auf Platz 1 der Sparte „klassisches Altertum“. Natürlich lag die Absicht darin, damit Reklame für das Poster zu machen, doch dessen Absatz hat sich nicht spürbar erhöht. Dafür habe ich nochmals viel Mühe in die englische Version gesetzt, doch dessen Verkauf hat sich nicht spürbar verbessert.

Das Zombie-Buch entstand auf Anregung Kalles (meines Sohnes, wer's noch nicht weiß). Er hatte die Idee, mehrere Zombie-Kurzgeschichten zu sammeln und hat auch selbst einige darin veröffentlicht. Es wurde realisiert unter dem Titel „Zombie City Stories“. Kalle bat mich, auch eine Geschichte beizusteuern. Mir kam die Idee, die Geschichte „Das Licht“ in diese Richtung auszubauen. Das machte mir einen derartigen Spaß, dass daraus ein ganzes Buch wurde.

Die beiden Zombie-Bücher kann man bei Amazon über dessen Book-on-Demand-Programme CreateSpace auch gedruckt, auf echtem Papier, beziehen (7,80 bzw. 5,85 €).

Dann kam ein subjektives Highlight, die Veröffentlichung meines Kinderbuchs "Abenteuermond".



Die Geschichte hatte ich in den 80ern aufgeschrieben. Es war das Resultat der Gutenachtgeschichten für Tochter Linda. Einen großen Teil davon schrieb ich auf der Intensivstation des Bethel-Krankenhauses in Lichterfelde Ost. Es gab dort, besonders in den Spätdiensten, tatsächlich ausreichend Muse dazu. Eine der Krankenschwestern sagte, ich könnte mein Geld auch leichter verdienen - mit dem Schreiben, hatte sie gemeint.

Tatsächlich stellte ich das Manuskript ca. 20 Verlagen vor, aber es biss keiner an. Es geriet dann ein bisschen in Vergessenheit.


2011 arbeitete ich die Geschichte umfassend um. Kalle machte wunderschöne Zeichnungen dazu. Warum erneut auf die beschwerliche Verlagssuche gehen, wenn wir unseren eigenen Verlag haben? Den nannten wir nun „Verlag für Geschichte und Geschichten“. Wir ließen das Buch drucken - und verkauften wenig davon. Mittlerweile ist mir sonnenklar, warum. Wir hatten so gut wie alles falsch gemacht, was man falsch machen kann.

Doch davon in ein paar Tagen mehr - dann auch die Erklärung zur Wiederbelebung des Blogs.

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und freue mich jetzt schon auf zahlreiche Reaktionen, Kommentare und Anregungen.

Ich wünsche einen schönen Sonntag!

Will

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