Freitag, 12. Juni 2015

Polizei-Dreifachdienst

Freitag, 12. Juni 2015


Ruhe - kein Sturm

Ich hatte drei Nachtdienste in Folge. Heute kann ich endlich mal wieder im eigenen Bett schlafen.
Selbst am Dienstag am T-Damm hatte ich "nur" 5 Einsätze:
Afrikanerin, mäßig alkoholisiert mit 1,7 Promille Atemalkoholkonzentration (AAK),
junge Araber mit Verdacht auf Drogenfahrt - Gras gibt er zu,
50jähriger Deutscher mit folgenloser Alkoholfahrt, 1,4 Promille AAK,
dann ein unbekannter, hilfloser Mann, Mitte 30, anscheinend Holländer, verwahrlost, lange Haare (eigentlich sympathisch), stinkt aber wie 2 Monate nicht gewaschen. Agitiert (unruhig), lässt aber die meisten Untersuchungen über sich ergehen, nur die Pupillenprüfung verweigert er. Verlange Essen und bekommt eine Käsestulle, habe Verletzung im Kopf, ist aber nichts zu finden. Dann sei er eben krank im Kopf. Schizophrenie würde passen. Vitalwerte sind in Ordnung, er ist verwahrfähig.
Dann noch ein 50jähriger Bulgare mit Asthma. Volle Tätowierung. Vorgeworfene Vergewaltigung. Mit Asthma-Spray verwahrfähig.

Mittwoch Südwest, diesmal kein Unfall...
Nur ein Pole um die 40 mit folgenloser Trunkenheitsfahrt, 1,6 Promille AAK - freundlich.

Donnerstag früh Unterricht in der Altenpflegeschule Klein-Machnow, Schilddrüse und Gicht - mit kleinem Test. Das auch schon am Dienstag in der Parallelklasse.

Letzte Nach City. Nur ein Obdachloser im Alk- und Heroin-Entzug, 40 J, tags 2 * 0,7 l Jägermeister getrunken und 2 Kugeln Heroin gespritzt. Nachts deutlicher Entzug. Gibt 2 Rippenbrüche an. Mit Beruhigung- und Schmerzmittel ging es dann, wurde in der Nacht nicht nochmals vorgestellt.

Ich hatte die gute Gelegenheit, einen "Fundbrief" zu entziffern. Dazu aber einen extra Blogeintrag.



Am Morgen dann in eine Werkstatt in der Albrechtstraße in Tempelhof gefahren wegen der defekten Klimaanlage. Die hatte mir auf dem Weg nach Emden sehr gefehlt, erstmals in diesem Jahr waren es 30 Grad. Dann mit Trudes Rad nach Hause geradelt. Meines passt leider wegen des Multifunktionslenkers nicht mehr in den Kombi.

Beim Tierfriedhof in der Schätzelbergstraße Halt gemacht und ihn besichtigt.


Dort fahre ich oft vorbei. Es ist die Straße, in der neulich die alte Tiefkühltruhe herumstand. Werde in Kürze berichten, wie es mit der toten Tochter weiterging.

  Ein paar Impressionen verschiedener Gräber auf Flickr.
  Ein Mann mit einem zotteligen Schäferhund tauchte auf. Den fragte ich, was so ein Grab koste, für eine Katze als Beispiel.
  Er kannte sich aus: 250 € für ein 80cm-Grab mit Bestattungszeremonie. Die Grabstelle bleibt zwei Jahre erhalten. Danach kann man für 80 € pro Jahr verlängern.
  Trude meinte dazu, als ich ihr das berichtete: "Da haben wir ja schon viel Geld gespart". Unsere diversen Haustiere, die den Gang allen Irdischen gegangen waren, liegen alle in unserem Garten verteilt. Wir haben quasi auch einen anonymen Tierfriedhof. Eine anonyme Ecke gibt es übrigens auch als kostenpflichtige Ruhestätte.
  Das erste Grab, das mir zu Gesicht kam, trug den Namen "Leo", so wie unsere Katze. Als der Kater heute früh sein Futter nicht auffressen wollte, erzählte ich ihm von diesem Grab.

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